Vergütung

Als Finanz- und Versicherungsmakler werden wir durch Provisionen von den Gesellschaften vergütet, bei denen Sie über uns Verträge abschließen. Besteht dann nicht die Gefahr, dass wir nur Produkte anbieten oder gar empfehlen, die uns die höchsten Provisionen bezahlen? Nun, wir bieten keine Produkte an, bei denen wir keine Provisionen erhalten. Dies können einige – nicht alle – Direktversicherungen sein, oder Gesellschaften mit denen wir keine Vertriebsvereinbarungen abgschlossen haben. In dem letzteren Fall kann es sich um Gesellschaften handeln, die Produkte nur exklusiv über bestimmte Vertriebe anbieten. Es kann aber auch sein, dass wir die Angebote einiger Gesellschaften aus unterschiedlichsten Gründen für nicht sinnvoll, auch im Interesse unserer Kunden halten. Grundsätzlich nennen wir Ihnen gern die Provisionen, die wir bei Abschluss erhalten. Aber Sie können hier schon nachlesen, wie sich unsere Einnahmen gestalten. Die Einnahmen sind sehr unterschiedlich und hängen wesentlich von der Art der Versicherung ab, die Sie wählen.


 

Provisionen


 

Sachversicherungen

Typische Sachversicherungen sind zum Beispiel Haftpflichtversicherungen, Hausratversicherungen, Rechtschutzversicherungen. Im Gegensatz zu Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Krankenversicherungen wird nicht zwischen Abschlußprovisionen und Bestandsprovisionen unterschieden. Sachversicherungen zahlen nur laufende Provisionen, man spricht hier genauer von Courtagen. In aller Regel sind diese jedes Jahr gleich hoch.

Die Spanne der Courtagesätze, die wir erhalten, bewegt sich zwischen 8% und 22% Wenn wir also zum Beispiel je Vertrag eine jährliche Courtage von 18% des Beitrages erhalten und zum Beispiel Ihre Haftpflichtversicherung 60 Euro im Jahr kostet, so erhalten wir jährlich, solange der Vertrag besteht eine Courtage von 10,8 Euro.

Wenn wir insgesamt ein jährliches Prämienvolumen von 50.000 Euro erreichen (unabhängig von der Verteilung auf einzelne Gesellschaften) erhöhen sich unsere Provisionseinnahmen um 10%.


 

Private Krankenversicherungen

Die Provisionen, die wir aus der Vermittlung von Privaten Krankenversicherungen erzielen, setzen sich aus 2 Bestandteilen zusammen.

Wir erhalten eine Abschlussprovision, die sich in der Regel auf den Monatsbetrag bezieht. Der Monatsbeitrag wird mit einem Faktor multipliziert und ergibt die Provision. Der Faktor ist je nach Gesellschaft unterschiedlich hoch. Der Faktor liegt je nach Gesellschaft für uns zwischen 5,5 und 8,5. Zahlen Sie also für Ihre Krankenversicherung 11 Euro monatlich, so ergibt sich für uns eine Provision von 82,50 Euro, wenn der Faktor von 7,5 zugrunde gelegt wird . Der Faktor von 7 bis 8 wird von den meisten Gesellschaften angeboten. Bei diesen Krankenversicherung gibt es aber auch abweichende Provisionsmodelle. In jedem Fall werden wir Ihnen zu den einzelnen Angeboten die genaue Provisionshöhen nennen. Direktversicherungen, die uns keine Provisionen zahlen vermitteln wir nicht.

Weiterhin zahlen die meisten Gesellschaften uns eine Bestandsprovision , die zwischen 0,75% bis 1,5% des Monatsbeitrages beträgt. Die überwiegende Mehrzahl zahlt 1,5%.

Erreichen wir bestimmte Umsatzziele so erhöhen viele Gesellschaften die Abschlussprovisionen. In der Regel beträgt die Erhöhung 0,5%- Pkte.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Vermittler und Makler, die gleichen Provisionssätze erhalten. Die Vergütungen anderer Vermittler und Makler können (etwas) höher liegen, liegen zum Teil aber auch deutlich darunter. Dies hängt zum einen etwas vom Gesamtumsatz ab. Einen bedeutenderen Effekt hat aber, ob der Vermittler in einer „Struktur“ arbeitet und welche Hierachiestufe er dort besetzt. Wir arbeiten in keiner“Struktur“.

Bei einigen Gesellschaften können Gruppentarife angeboten werden, die zu einer geringeren Kostenbelastung des Vertrages führen – und damit zu geringeren Provisionen. Unserer Kenntnis nach lassen wenige Gesellschaften eine Reduktion der Vertragskosten zu, wenn der Vermittler auf einen Teil seiner Abschlussprovision verzichtet.


 

Lebens- Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen

Die Provisionen, die wir aus der Vermittlung von Berufsunfähigkeitsversicherungen erzielen, setzen sich aus 2 Bestandteilen zusammen.

Wir erhalten eine Abschlussprovision, die sich in der Regel auf die Beitragssumme bezieht. Beitragssumme ist die Summe aller über die Vertragsdauer zu zahlen Beiträge. Zahlen Sie also für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung oder Rentenversicherung 50 Euro monatlich und beträgt die Beitragszahlungsdauer 20 Jahre, so ergibt sich eine Beitragssumme von: 12 Monate * 20 Jahre * 50 Euro = 12.000 Euro. Hierauf zahlen die von uns hauptsächlich vermittelten Gesellschaften regulär zwischen 4,0% bis 4,5% an uns. Wählen Sie eine Gesellschaft, die uns 4,5% zahlt, würden wir also 540 Euro erhalten. Es gibt zwei Ausreißer nach oben, dort würden wir 5,0% und 5,8% erhalten. Zwei Gesellschaften zahlen uns relativ geringe Provisionen von 3,2% bis 3,6%. Reine Direktversicherungen, die uns keine Provisionen zahlen vermitteln wir nicht.

Weil Renten oder Berufsunfähigkeitsversicherungen von den Gesellschaften mit einem „Risikopuffer“ kalkuliert sind, die dem Kunden mit einem Beitragsrabatt oder einer Bonusrente gutgeschrieben werden, stellt sich die Frage, ob die oben genannte maßgebliche Beitragssumme auf Basis der höheren „Normalbeiträge“ oder auf Basis der meist deutlich geringeren „Beiträge nach Rabatt durch Überschussbeteiligung“ errechnet wird. Dies hat offensichtlich Auswirkungen auf die Provisionshöhe. Hier besteht also „Gestaltungsspielraum“ für Berater. Wir nennen Ihnen natürlich vor Abschluss alle relevanten Informationen zu unserer Provision.

Weiterhin zahlen die meisten Gesellschaften uns eine Bestandsprovision,, die zwischen 0,75% bis 1,5% des Monatsbeitrages betragen. Die meisten Gesellschaften zahlen den höheren Betrag. In der Regel wird uns dieser Betrag monatlich ausgezahlt.

Erreichen wir bestimmte Umsatzziele so erhöhen viele Gesellschaften die Abschlussprovisionen. In der Regel beträgt die Erhöhung 0,2%- Pkte. Um im vorgenannten Beispiel zu bleiben, würden wir dann statt 4,5% eine Vergütung in Höhe von 4,7% erhalten. Statt 540 Euro, also 564 Euro.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Vermittler und Makler, die gleichen Provisionssätze erhalten. Sie können (etwas) höher liegen, liegen zum Teil aber auch deutlich darunter. Dies hängt zum einen etwas vom Gesamtumsatz ab. Einen bedeutenderen Effekt hat aber, ob der Vermittler in einer „Struktur“ arbeitet und welche Hierachiestufe er dort besetzt.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es um die Provision zu erhöhen oder zu reduzieren?

Bei den %-tualen Provisionssätzen scheint uns dies nur durch sehr große Umsätze bei einer Gesellschaft möglich zu sein. Ist dies nicht möglich, besteht noch die Möglichkeit die Beratung so zu gestalten, dass sich eine möglichst hohe Beitragssumme ergibt. Man kann die Versicherung zum Beispiel mit einer Rentenversicherung zur Altersversorgung kombinieren. Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit die Beitragssumme zu reduzieren, indem eine unterschiedliche Versicherungsdauer (=Beitragszahlungsdauer) und Leistungsdauer gewählt wird. Die Analyse und Beratung kann je nach Situation beide Möglichkeiten als sinnvoll erscheinen lassen. Es sollte dabei aber auf den Bedarf der Kunden und nicht auf das Provisionsinteresse ankommen. Bei einigen Gesellschaften können Gruppentarife angeboten werden, die zu einer geringeren Kostenbelastung des Vertrages führen – und damit zu geringeren Provisionen. Einige – auch wiederum nicht alle- Gesellschaften lassen eine Reduktion der Vertragskosten zu, indem der Vermittler auf einen Teil seiner Abschlussprovision verzichtet.


 

Pflegeversicherungen

Pflegeversicherungen werden in unterschiedlichen Formen angeboten. Handelt es sich um Pflegetagegeldversicherungen, so, werden Provisionen wie bei den privaten Krankenversicherungen gezahlt. Pflegerentenversicherungen dagegen werden wie Lebens- oder Rentenversicherungen verprovisioniert.

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