Private Krankenversicherung

Wesentliche Informationen zur Krankenversicherung

Wozu ist eine Krankenvollversicherung da?

Eine Krankenvollversicherung schützt die Versichertenn vor existenzgefährdenden finanziellen Risiken im Krankheitsfall, indem sie die Kosten für medizinisch notwendige Behandlung, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel beim Arzt, Zahnarzt und im Krankenhaus übernimmt.

Wer benötigt eine Krankenvollversicherung?

Jeder Bundesbürger mit einem ständigen Wohnsitz in Deutschland unterliegt der gesetzlichen Pflicht zur Krankenversicherung. Angestellte mit einem Bruttoeinkommen unterhalb der jährlich ab Januar vom Gesetzgeber festgelegten Jahresarbeitsentgeltgrenze (2014: 53.550 € bzw. 48.600 € für Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 in der PKV Vollversichert waren) müssen im gesetzlichen Krankenkassensystem versichert sein.

Wer mehr Arbeitseinkommen erzielt, kann auch eine private Krankenversicherung wählen. Selbständige und Beihilfeberechtigte können sich – unabhängig von ihrem Einkommen – privat versichern.

Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Bei einem Arbeitgeber- oder Berufswechsel sollte grundsätzlich überprüft werden, ob die bestehende Krankenvollversicherung noch die richtige ist. Wer gesetzlich pflichtversichert ist, sollte  zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechseln, welche die besten Leistungen bietet und Versicherungslücken bzw. Unterversicherung durch Zusatztarife der privaten Krankenversicherung schließen. Angehörige ohne eigenes Einkommen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert.
Wer sich privat versichern kann, sollte private Angebote gründlich prüfen – oft sind diese mit besserem Preis- und Leistungsspektrum auch für Familien bis zu 2 Kindern eine gute Alternative und mit Altersrückstellungen gut gerüstet gegen die steigenden Kosten – auch im Alter. Ein privater Krankenvollversicherungsschutz kann individuell nach Preis- und Leistungsvorstellungen zusammengestellt werden.

Wie viel sollten Sie absichern?

Die Krankenversicherung sollte Leistungen im ambulanten und stationären Bereich enthalten sowie die Kostenerstattung beim Zahnarzt. Jeder Erwerbstätige benötigt obligatorisch einen Krankentagegeldschutz gegen Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit in voller Höhe des wegfallenden Nettoeinkommens. Die Pflicht-Pflegeversicherung muss da abgesichert sein, wo die Krankenvollversicherung besteht. Eine Pflegezusatzversicherung ergänzt die teuren Lücken der Pflegepflichtversicherung

Was kostet eine Krankenvollversicherung?

Der Gesetzgeber gibt den gesetzlich Versicherten über die Krankenkassen einen Einheitsbeitrag vor. Dieser ist bei jeder gesetzlichen Krankenkasse gleich hoch. 2014: 15,5% des Bruttoeinkommens (Selbständige ohne Krankengeld 14,9%), zzgl. 0,9% des Bruttoeinkommens als Sonderbeitrag ohne Arbeitgeberzuschuss. Wenn die gesetzliche Krankenkasse mit den Beitragseinnahmen ihrer Mitglieder nicht auskommt, kann sie einen Zusatzbeitrag von 1% des Bruttoeinkommens zusätzlich erheben.
Eine private Krankenversicherung kann bei vereinbarten Selbstbehalten deutlich preisgünstiger sein, als ein Vertrag mit der gesetzlichen Krankenkasse – oder – bei gewünschten weltweit gültigem Top-Versicherungsschutz entsprechend teurer. Die unabhängige individuelle Auswahl der passenden Tarife ist daher wichtig und empfehlenswert. Die private Vollversicherung kostet für ein Kind je nach Versicherungsleistung zwischen 80 und 200 Euro Monatsbeitrag; 30 – jährige Frauen zahlen monatlich zwischen 280 und 500 Euro – 40-jährige zwischen 340 und 600 Euro pro Monat. Männer zahlen bei einem Einstieg mit 30 Jahren ca. 190 bis 500 Euro monatlich und bei einem Einstieg mit 40 zwischen 245 und 600 Euro pro Monat.
Ein Arbeitgeberzuschuss oder ein BfA-Zuschuss ist zur gesetzlichen oder zur privaten Krankenversicherung gleich hoch. Nur die private Krankenversicherung bietet Altersrückstellungen und diverse Lösungsmöglichkeiten gegen hohe Beiträge im Alter an.

 

Welche Alternative es gibt, um das Risiko abzusichern?

Keine – es besteht eine Pflicht zur Krankenvollversicherung für alle in Deutschland lebenden Personen.

 

Weitere Informationen zur

Krankenhauszusatzversicherung

ambulanten Ergänzungsversicherung

Zahnzusatzversicherung

 

 

 

 

 

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